Luxusprobleme

Luxusprobleme – Ein Degustations-Menü unter Freunden

Es waren zwei Freunde an einem Freitagabend in Rüttenscheid unterwegs, um gut zu essen und zu trinken. Das kommt ja schonmal vor. Die Auswahl an guter Gastronomie, dort in Rüttenscheid ist irre. Erwartungsgemäß viele Italienische Restaurant, aber auch spanische, französische, deutsche, türkische und andere – von Pizza und Döner bis zur echten Gourmetküche.
Etwas von der Karte essen kommt mal wieder nicht in Betracht, deshalb werden Lokale aufgesucht, in denen die Beiden bekannt sind. Als eine der ersten Adressen für gutes Essen und Trinken gilt das Tatort Essen auf der Rü, das für den Aperitif aufgesucht wird. Zum Glück sind noch ein paar Austern für die Jungs da. Man lässt sich ja nicht lumpen an so einem Abend und spült diese herrlich leckeren Dinger mit einem Winzersekt herunter. Mit dem Sekt folgt man der Getränkeempfehlung von Kellner Andre, dem heimlichen Sommelier des Lokals. Der Sekt ist ein guter Stoff zu den frischen Austern. Die Austern aus Jean’s Küche sind immer fantastisch. Man merkt, das er weiß, mit ihnen umzugehen. Man muss wissen, dass Austern, wenn sie zu kalt sind, nach nichts schmecken. Jean, der Küchenchef, serviert die Muscheln deshalb auf einem Salzbett bei kalter Zimmertemperatur, nur mit einer leichten Vinaigrette. Köstlich. Mehr braucht es nicht zum glücklich sein.

 

Frische Austern im Tatort Essen

Der Aperitif ist also gut gelungen und es geht, zu Fuß weiter zu den nächsten Gängen. Die jungen Herren wechseln quasi über die Straße und um die Ecke zum Bliss ins Girardethaus.

Dort kochen Sascha und Adrian um die beiden Freunde zu verwöhnen. Es kommt allen Beteiligten zu Gute, dass es noch sehr früh am Abend ist. Alle Köstlichkeiten können gekostet werden und es geht los.
Gestartet wird mit herrlichem Thunfisch-Sashimi. Der Fisch kommt in einer Sesamkruste auf herrlich knackigem Algensalat. Das frische Säurespiel von Fisch und Algen macht sofort Lust auf mehr. Mehr kommt an diesem Tag dann aus dem Wald. Nämlich Hirschfilet, von extra hoher Qualität, ganz kurzgebraten, very blutig, an einem Rotweinfond. Dazu kommt ein Nocken aus Sellerie. Eine tolle Kombination. Das Fleisch ist toll mürbe und bringt den vollen Wildgeschmack rüber.

Hirschsteak im Bliss Restaurant

Das sieht doch lecker aus. Dazu sollte eigentlich leichter Rotwein kommen, ein Spätburgunder von der Loire, aber es muss auch ohne Wein gehen.

Der nächste Gang, der Fisch liegt nun schon auf der heißen Platte und alle freuen sich auf diese riesigen Gambas. Tolle große Viecher von Sashimi Qualität. Fast zu schade zum braten? – Deshalb sollen sie halbroh gegart werden, mit einem zarten, süßen, weißen Fleisch unter Schale und einem schönem festen Biss im Kern. Dazu nur ein paar wenige Spritzer vom Saft einer reifen Zitrone. Der Genuss wird perfekt.
Der süßliche, rauchige Duft der bratenden Tierschalen verteilt sich derweil schon im Restaurant. Man kann so wunderbar von der Theke aus zusehen, wie sich die Farbe der Schalen rot unter der Hitze färbt. Da kommt Vorfreude auf.
Um die Wartezeit zu überbrücken, wird doch noch ein kleines Gläschen bestellt. Und ein kleines Gläschen Weißwein muss sein, denn Fisch muss schwimmen. Der 2011er Schneider Riesling trocken passt mit seiner süßen runden Säure perfekt dazu. Und da ist zufällig auch eine kalte Flasche auf.

Die Gambas kommen nur mit Brot und schmecken herrlich und machen gut satt.

Gambas a la plancha im Bliss

Dies Gerichte sind der echte Luxus für diesen Tag und die Jungs empfehlen sich und das Essen. Wie soll das nur weitergehen. Aber es wird weiter gehen… demnächst in Rüttenscheid.

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