was so los war und ist … #3

herrlich … 360 Allrad PS auf der Landstraße im Chiemgau. 30 Grad und Kaiserwetter. Porsche 911 targa 4S. Schwarz/schwarz. Ein unglaubliches Auto. Es hat eine gute Stunde gedauert, bis ich wir uns aneinander gewöhnt hatten. Aber dann war es wie bei einem guten Saufkumpel. Man gibt alles und verzeiht viel. Ein herrlicher Sound. An einem kleinen Stellrad am Lenkrad stelle ich die Fahrstufe ein. Regular, Sport und Sport+. Sport + müsste eigentlich Supersport heißen. Regular, also normale Fahrstufe, ist schon toll. Sanft und leise im Stadtbetrieb und volle Power mit bewegenden Geräuschen beim spontanen Überholen. Porsche halt. Die Fahrstufe Sport ist schon so, wie der Name sagt: Sport. Deutlich niedrigere Gänge und auch lauter. Das hört sich auch schonmal aufdringlichen, was da an Sound rauskommt. Die Lenkung wird direkter und man muss schon aufpassen und die Hände am Lenkrad haben. Nix für den Stadtverkehr. Viel zu anstrengend. Und dann Sport+, also Supersport. Keine Servounterstützung fürs Lenkrad. Das Fahrwerk ist wie festgeschraubt. Erster Gang bis 50 km/h, zweiter bis 120 und dann unglaublicher Drang nach vorne. Musik aus. Volle Konzentration. Lenkrad ranfahren und Nackenhaare hoch. Die Karre verzeiht nichts. Im dritten Gang bis 160 bei 7000 Umdrehungen. Der Tacho geht bis 330. 50, 100, 150, 200 und so weiter …
Raus aus dem Dorf und mit 160 durch die Kurven. Was für ein Spaß. Ich freue mich auf jedes Schild, was eine S-Kurve anzeigt. Die 330er Reifen kleben bei den Außentemperaturen auf dem Asphalt. Nerven behalten und auf dem Gas bleiben. Beide Hände am Lenkrad.
Aber alles nur geliehen. Toller Wochenendspaß.
Wenn der Adrenalin Spiegel wieder runter ist, macht der gute alte SL280 an jedem Tag doch mehr Spaß. Der läuft und läuft und man kann entspannt ein schöne Zigarre  beim fahren rauchen.

was so los war und ist … #2

when you are hot … you are hot … hat Jerry Reed 1971 gesungen …

und es ist immer noch heiß … die Hitze diesen Sommer macht die Leute müde. Jeden Abend wird es früher ruhig.
Grund genug, die Stille zu genießen. Drüben ist wohl eine von den neuen Wohnungen bezogen. Es brennen zwei  neue Lichter in der Nachbarschaft. Vorhin sprachen wir über Weine. Was gibt es schöneres. Mein Keller liegt ja voll von Weinen, die ich wohl nie im Leben mehr trinken kann. Wie auch immer, mein Gesprächspartner weiß so einiges vom Wein. Er bevorzugt gereifte deutsche Weine. Mein Ding sind ja eher die frischen, mineralischen und gerne fruchtigen Weißweine aus Deutschland, die viel Leben und wenig Melancholie in sich tragen. Aber alles hat im Leben seine Berechtigung. Ich bin jetzt berechtigt, morgen Abend ab acht einen Tisch in der Pesceria, einen guten Fischlokal um die Ecke einen Tisch im Garten zu belegen. Morgen ist mein Ehrentag (Geburtstag) und ich will meine Liebste ausführen. Der Kellner war echt nett. Ich hätte morgen richtig Lust auf etwas gegrillten Fisch. Besser gerillte Meresfrüchte. Pulpo, Calamari, Gambas … kurz grillen und dann nur Zitrone, Olivenöl und Petersilie … die Zeiten von geschmorten Ochsenbäckchen und Lammkeule kommen früher als uns lieb sein wird.  Und wenn ich mich an die Nachrichten von heute erinnere will ich eigentlich nur meine Zeit nutzen um zu leben, was es noch zu leben gibt. Jeder killt jeden überall auf der Welt. Und gerade hat die alte Wirtin mir die Oliven auf den Tisch gestellt. Die Steine der hafenmauer wärmen meine Füße. Ich schaue über den kleine Hafen aufs Meer und trinke meine  Ouzo. Gleich fährt der Porsche wieder durch die Einfahrt und Ann ist es vorbei mit er Ruhe. Es ist so warm, dass man ohne Decke schlafen kann. Meine Mutter erzählte vorhin, auf Mallorca, direkt am Meer wären die Nächte noch kühl. Die kühle Brise vom Mittelmeer fehlt halt in der Münchner City. Für die nächsten Tage ist keine Abkühlung angesagt. Ich fahre dann in die Berge an den Chiemsee. Der See ist groß genug um abends und nachts Kühlung zu bringen. Die Alpen sind auch nah genug um kalte Luft an den See zu tragen. Ich werde in  der Chiemgauer Ebene ein wenig Golf spielen. Da brennt die Sonne auf das Grün und es ist so richtig warm. Un die ich gerade so denke, wie ruhe es ist, kommt tatsächlich jetzt der Porsche … geiler Klang. Zeit, das Glas zu leeren und ins Bett zu gehen. Eine letzte Zigarette … im Steh’n …  Reinhard May …  und ich genieße noch einen Moment den herrlichen Duft des Basilikum neben mir …

was so los war und ist … #1

was war das ein bekackter Tag. heute morgen war noch alles gut.

ich wollte das große Angebot heute mittag raus haben … es ist anders gekommen. halb sieben war ich fertig. nix geschafft sonst.
und ich bin elendig genervt. auch jetzt noch.
war gerade bei meinem neuen Freund, dem Weinmann, schön 100 meter weiter. Netter Kerl. guter wein.
sitze jetzt auf meinem geliebten Balkon und höre Walzer-Musik, rauche eine gute Zigarre und trinke weiter Wein. Rechts neben mir duftet der Basilikum ganz herrlich. links steht die Minze und stinkt gegen den Basilikum an … der Riesling schafft es dagegen …
jetzt komme ich doch gleich wieder in Stimmung …
es ist sooo heiß hier. summer in the city. anders als in Rüttenscheid. hier ist zwar die Isar aber die Wälder fehlen. es wird nicht richtig kühl in der Nacht. mir macht ja die Wärme zu schaffen.
habe vorhin wieder so nett über einkaufen, kochen, und essen philosophiert. Menschen, die das können treffen sich immer wieder im Leben.
es ist jetzt so schön still hier geworden. gegenüber sind die Lampen aus. Die Kinder sind im Bett, die Nachbarn sitzen beim letzten Wein und lassen den Tag vorüber gehen. Links ist wieder die große Kirche mit dem beleuchteten Turm.
Dunkel ringsrum. Die Zigarre glimmt und der Monitor des macbook strahlt.
Jetzt gerade lauft die Titelmelodie des Paten im Kopfhören … Tarantella. Passt gut zur Atmosphäre. Hier in München ist schon schwer Süden. Man sagt nicht von ungefähr, München sie die nördlichste Stadt Italiens.
Eigentlich wollte ich über Calamari schreiben. Habe heute mehrmals an diese leckeren weißen Tubos gedacht, die ich am letzten Wochenende im Chiemgau in Seebruck am Chiemsee gegessen habe. Der Hafenwirt ist ein sehr nettes und modernes Restaurant. Klassisch bayrischer Service auf einer tollen Terrasse direkt am Hafen.  ich denke, der Koch kommt irgendwo vom Balkan. Er beherrscht die Mittelmeerküche, traut sich aber nicht wirklich authentisch zu kochen, weil die Chefin aus dem Allgäu kommt und Schlutzkrapfen verlangt. Alles in allem gute Küche.
Aber zurück zu den Calamari. Ich meine diese weißen Tüten. Die Südeuropäer sagen ja Tubos dazu. Gegrillt sind es Köstlichkeiten. Es braucht nicht viel. Die geputzten Tubos auf den Grill, ganz kurz bis sie Farbe angenommen haben. kurz ruhen lassen, etwas Zitronensaft, Olivenöl und Petersilie drüber und alles ist gut. Der mutige Koch grillt die kleinen kurzen Fangarme knusprig mit und legt sie dazu. Herrlich. Mir läuft das Wasser im Munde zusammen.
Ich träume von einem Urlaub in Griechenland. Eine kleine Insel mit einer kleinen Taverne am Hafen. Es ist heiß. Die Sonne ist schon seit Stunden unter gegangen. Die mächtigen Steine der Hafenmauer haben die Wärme aufgesaugt und verwöhnen mich. Ich sitze auf einem einfachen Stuhl am Tisch, die Beine auf dem Stuhl neben mir. Vor mir ein Ouzo mit Wasser. Es ist heiß. Ich habe keine Eile. Der Tag kann in Ruhe zuende gehen. Die wenigen Fischer sitzen am Kiesstrand und reparieren ihre Netze. Die billige Zigarre im Mundwinkel.
Die Köchin kommt und stellt wie nebenbei ein paar Oliven auf den Tisch neben mein Glas. Die Sonne versinkt am Horizont im Meer.
Der geile schwarze Porsche kommt nach hause und fährt mit einem Höllenlärm durch die Einfahrt in die Tiefgarage. Ich liebe den summer in the city.

Hauptsache es schmeckt: so war’s … und das ist passiert

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Ein harter und langer Tag im Büro und meine Frau hat mal gekocht und mich überrascht mit einem leckeren Grillspieß.
Schweinelende auf den Spieß gezogen und dann auf Gas gegrillt. Dazu einen mit Frischkäse gefüllten Riesenchampion. Was will man noch mehr.

Ein Spieß wurde mit Curry-Ketchup mariniert und mit Paprika und Zwiebeln gespickt.
Der andere Spieß ist mit Provence-Mix Kräuter-Paste von Lacroix mariniert und mit Frühlingszwiebeln und Champions gespickt. Auf jeder Seite für drei Minuten auf den sehr heißen Grill. Fertig.
Ich nehme dazu meine Lieblings Chili-Soße, die Grüne von Mexican Tears Brand .

 

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Das Wochenende ist ausgeklungen und wir haben den Nachmittag auf dem Balkon verbracht. Super warm und ohne Mücken. Zum Abend haben wir uns das schöne dry-aged Entrecote vom Wochenende zubereitet.
                                  

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Kleine Einweihungsparty heute Abend für die netten entfernten Verwandten in München. Ich will grillen.
Der Tag beginnt mit einem Besuch beim örtlichen FrischeParadies. Ich brauche etwas Fisch, spezielles Gemüse und Fleisch. Wein brauche ich auch noch, denn man bekommt hier in Bayern ja so schlecht vernünftigen Wein. Beim Wein werde ich sofort fündig. Ich nehme mir eine Flasche Grauburgunder vom Schneider aus Ellerstadt an der Pfalz und noch eine Sauvignon Blanc vom selben Lieblingswinzer. Für „mal was anderes“ packe ich noch einen Blanc de noir vom Weingut Metzger ein, der ist Mainstream und geht auch noch als dritte Pulle.

Bei Fleisch nehme ich ein Stück Schweinelende mit. Ich war ja beim Griechen die Woche und hatte eine Idee für einen Spieß. Sonst finde ich nichts an Fleisch. Das gute Lammfilet aus Irland gibt’s heute nicht. Ich nehme mir für’s Frühstück noch ein bisschen Pastrami und Salami mit. Und da ich gerade schonmal neben der Wursttheke stehe, bestelle ich mir einen Espresso. Meine Frau will noch Lachs fürs Rauchbrett und der sieht auch ziemlich gut aus.
Brot wir am Ausgang auch noch mitgenommen, ein Oliven- und ein Walnussbrot.

Es geht dann mal weiter zum lokalen Metzger. Der Metzger ist direkt um die Ecke auf der Müllerstraße und hat wirklich gute Qualitäten. Wursten tun die selber und das Fleisch ist von einem Hof aus der Gegend. Steht wenigstens so auf dem Schild an der Wand.
Die Schweinerippchen sehen fantastisch aus. Ich nehme zwei Seiten. Ein sehr beachtliches Entrecote geht ebenso in meinen Besitz über wie das große eingeschweißte Flanc Steak, was da so mitten in der Theke rumliegt. Da es eingeschweißt ist, muss es bis zum braten noch etwas warten. Das Entrecote wir morgen auf dem Grill als Bistecca zubereitet. Meiner Frau läuft bei diesem Gedanke schon das Wasser im Munde zusammen.

Soweit so gut, weiter zum Basic-Bio-Supermarkt mit der guten Fleischtheke. Dort hole ich immer mein Gehacktes, weil die das Fleisch immer frisch durch den Wolf jagen, wenn ich es brauche. Dort bekomme ich immer sehr leckere, frisch gemachte Salciccia-Würstchen mit Fenchel.

 

der Weinkeller – Riesling Auslese 2007 vom Weinhof Scheu in der Pfalz

Der alte Grenzgänger – Verkostung Riesling Auslese 2007 vom Weinhof Scheu in der Pfalz

Die erste Wahl wäre eigentlich ein Saar-Riesling von Van Vollem gewesen. Nach dem Öffnen und der Nasenprobe ging der aber direkt in die Kochecke über.

goldgelber Riesling

goldgelber Riesling

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine zweite Wahl ist ein Riesling Spätlese aus der Pfalz. Die zweite Wahl sage ich, weil ich einen solchen Wein von einem meiner Lieblingswinzer eigentlich nur zu besonderen Anlässen aufmache und nicht am Freitagabend zur Zigarre.
Ich habe das Weingut Scheu vor über 10 Jahren einmal durch private Kontakte kennen und schätzen gelernt. Es war anlässlich eines schönen privaten Weinfestes auf dem Hof mit Lagerfeuer und großen Schorlegläsern inmitten von Weinbaugerätschaften unter großen Walnussbäumen. Die pure Freude am Wein und am Feiern.

Der Weinbauhof Scheu, betrieben von Vater Günther und Sohn Klaus liegt im Pfälzer Grenzgebiet zu Frankreich. Man betreibt eigene Weinberge hüben wie drüben. Wie in der Region üblich werden sowohl Rot als auch Weißweine hergestellt. Die Weißweine entstehen aus Riesling, Weißburgunder und Grauem Burgunder, Scheurebe und Müller Thurgau. Der Rote ist Spätburgunder und das Cuvée aus Pinot und Cabernet.
Scheu reduziert seine Erträge aus Qualitätsgründen auf ca. 45 hl je Hektar und das schmeckt man im Glas.

Die Scheu`s haben, bei allem Hang zum trockenen Ausbau mit viel Mineralität einen deutlichen Hang zu Süßweinen, mein Keller ist Probe voll davon. Man findet im Scheu Sortiment ganz tolle Beerenauslesen sowie TBA’s aus besonderen Jahrgängen und vereinzelt auch Eisweine. Und so kommen bei vielen ihrer Weine Noten von Süße in die Flasche. Beobachtet man den Trend, tendieren ja mache Winzer bereits häufiger zu halbtrockenen Weinen, um den Zucker nicht in Gänze dem Alkohol zuführen zu müssen. Lieber einen nicht so super trockenen Wein und dafür ein Glas mehr ist da eher meine Devise. Die warmen und regenreichen Sommer der letzten Jahre hinterlassen auch seine Spuren an den Weinbergen und dem Ergebnis der Keller.

 

Der hier getrunkene Riesling Spätlese aus 2007 hat eine sonnige goldgelbe Farbe.

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Die Nase ist leicht mineralisch mit einer sanften Hefenote. Die typische Altersnase des Riesling ist schon zu erkennen, Noten von Herbstlaub und Unterholz. Ein deutliche Kieselnote breitet sich im Gaumen aus und hält sich lange. Er läuft schön am Glasrand mit öligem Anschein ohne wirkliche Nasen zu bilden -wo sollen die auch bei dem Alkoholgehalt herkommen.
2007 war ein sehr warmer, ertragreicher Spitzenjahrgang, der hervorragende, lagerfähige Weine in allen Qualitäten hervorgebracht hat. Rieslinge brachten Süßen von 85°, mache auch 95° bis 100° Oechsle auf die Welt. Die Weine waren vielschichtig mit mineralischen Noten. Mein Wein ist erfrischend vollmundig im Mund mit einer nicht sehr kräftigen aber vorhandenen ausgewogener Säure. Noten von Boskop Apfel mit sanfter Säure und Biss von harter Birne. Stachelbeere. Hält sich lange im Mund mit kurzem, knackigem Abgang. Zarte buttrige Töne am Gaumen, die leicht an Chablis erinnern.

Der erfreuliche und trinkentspannte, für heutige Verhältnisse eher ungewöhnliche  Alkoholgehalt von NUR 8,5% Alc. Vol. lässt einen hiervon auch mal ein ganzes Fläschchen schaffen. Leichte Weißeine sind ja mittlerweile eher schwer zu finden. Ich persönlich habe ja mit diesen alkoholbetonten Geschmacksbomben, die fast nur noch frisch getrunken werden können so meine Probleme im täglichen Umgang.

Der Wein ist natürlich ausverkauft und nicht mehr erhältlich. Schade für jeden, der keinen bekommen hat. Scheu versendet übrigens auch zu günstigen Preisen. Wobei ich immer vorbei fahren würde. Das Gute liegt oft so nah.

Scheu Riesling Spätlese 2007 vorne

Scheu Riesling Spätlese 2007 vorne

Scheu Riesling Spätlese 2007 vorne

Scheu Riesling Spätlese 2007 vorne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Riesling Spätlese 2007
Qualitätswein mit Prädikat
0,75l, grüne Flasche mit Glaskorken
Gutsabfüllung, Alc. 8,5% by Vol.
Weinhof Scheu
Hauptstraße 33, D-76889 Schweigen-Rechtenbach

my food shoot slider # bliss

eine kleine Hommage an den besten Koch. Danke für die schöne Zeit, Sascha.

my food slider # albania

ein Besuch bei einem albanischen brachte leckeres Essen auf den Tisch …

  • fritierte Tintenfische

my food shoot slider # 2

und hier noch mehr meiner Fotos …

  • Beef Tatar im Burgund

my food shoot slider # 1

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